Die Geschichte San Franciscos

frisco_stst_400 Wem Bilder mehr als Worte sagen, für den habe ich die California Street im Zeitraffer zu bieten.

Im 18. Jahrhundert, lange bevor San Francisco gegründet wurde, war der Boden in dieser Gegend über und über mit Minze bedeckt, so dass die Franziskaner Mönche, die sich hier 1776 niederließen, ihre Missionsstation „Yerba Buena“ nannten - wilde Minze. Heute erinnert daran nur noch der Name des neuen Kunst- und Kulturzentrums zwischen Mission und Howard Street: Yerba Buena Garden.

Den Gründern der Stadt setzte man mit dem Namen der Stadt selbst ein Denkmal: San Francisco, der Schutzheilige der Franziskaner. Dies geschah aber erst im Jahre 1847, ein Jahr nachdem die Stadt während des amerikanisch-mexikanischen Krieges ohne Kampfhandlungen von Amerika vereinnahmt worden war.

Zu der Zeit zählte San Francisco gerade Mal 800 Einwohner, aber als um 1850 im American River Gold gefunden worden war, stieg die Einwohnerzahl rapide an. Schon ein Jahr später wohnten über 25.000 Menschen in San Francisco und im Jahre 1870 war die Einwohnerzahl bereits auf 150.000 Menschen angestiegen. Leider blieben dabei Recht und Ordnung in vielen Fällen auf der Strecke, so dass sich Bürgerwehren bildeten, um diese wieder herzustellen.

Am 18.April 1906 kam es zur größten Katastrophe in der Geschichte der Stadt, als diese zwei Minuten lang von einem Erdbeben erschüttert wurde. Die Schäden durch das Beben feuerl3hielten sich zwar in Grenzen, aber dann entzündete sich ausweichendes Gas und führte zu einem verheerenden Feuer, das 80% aller Gebäude zerstörte. Natürlich zögerte man nicht, die Stadt wieder aufzubauen und glücklicherweise blieb sie seitdem von ähnlich großen Katastrophen verschont, auch wenn sie sich wie ganz Kalifornien aufgrund der Nähe des San Andreas-Grabens auch weiterhin auf äußerst „wackeligem“ Grund befindet. Pro Jahr wird Kalifornien von etwa 10.000 Klein- und Kleinstbeben heimgesucht, das jüngste größere Beben in San Francisco ereignete sich am Jahre 1989.

Während des 2. Weltkrieges entwickelte sich San Francisco zu einem riesigen Werftenzentrum und war Nachschubbasis der amerikanischen Truppen. Viele Soldaten kehrte nach dem Krieg in die Stadt zurück, um sich hier eine neue Existenz aufzubauen.

In den 60er und 70er Jahren wurde San Francisco zu einer der Hochburgen der Hippie-Bewegung. Später, in den 80er Jahren, waren es die Homosexuellen, die sich selbst und damit die Stadt ins Bewusstsein der Amerikaner brachten. So war San Francsunsetisco die erste amerikanische Stadt, die per Gesetz die Diskriminierung von Schwulen und Lesben verbot.

Spuren dieser Vergangenheit und Zeugen dieses (damals) neuen „Way of Life“ findet man heute noch östlich des Golden Gate Parks in den Bezirken Haight-Ashbury und dem benachbarten Castro Districts.